OMF Newsletter

Online-Marketing-Forum Newsletter

AdWords Gutachten

Analyse Ihrer AdWords- Kampagnen: holen Sie mehr für Ihr Geld heraus!

Google AdWords Gutachten

Detaillierte Analyse mit Benchmarks und Tipps: Erfahren Sie mehr!

Google kann auch Flash indizieren

Ein Posting im Webmaster-Blog von Google ließ heute sicher einige Webmaster und vor allem -Designer aufhorchen: Ab sofort kann der Googlebot, wie es scheint, auch Flash indizieren.

Doch man sollte sich nicht zu früh freuen, denn die Flash-Indizierung steckt noch in den Kinderschuhen: Erstens werden nur "normale" Texte indiziert, keine Grafiken - das funktioniert zwar bei HTML auch nicht, doch dort kann man mit den title-Attributen der Suchmaschine zumindest einen Hinweis auf den Inhalt des Bildes geben; Und ist es in Flash wesentlich weiter verbreitet, Grafiken anstelle von Texten zu verwenden (zB für die Beschriftung von Buttons usw).

Zweitens werden auch unerwünschte Texte indiziert (z.B. "Loading...") - weswegen man im Webmaster-Blog rät, solche Texte in Grafiken zu verstecken...

Wenn das Flash-File durch ein Javascript aufgerufen wird - und das gilt wohl für einige - dann ist es vorbei mit der Flash-Indizierung, denn der Google-Bot kann solche Aufrufe nach wie vor nicht interpretieren.

Und - last but not least - scheint mir die Indizierung von Flash grundsätzlich problematisch, da es eine völlig andere Technologie als HTML ist: Während es bei HTML (normalerweise) voneinander klar abgegrenzte Seiten gibt, die beispielsweise verschiedene Themen gruppieren, gibt es solch ein Seitenkonzept in Flash nicht. Damit ist jedoch die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass Texte aus Flash-Files kaum in einen vernünftigen Zusammenhang durch die Suchmaschine interpretiert werden können. Wenn aber die logische Struktur fehlt, sind die Ergebnisse wohl nur sehr bedingt brauchbar.

Ich persönlich hätte das Problem ja ganz anders gelöst, wenn ich mal so frei sein darf: Ich fände es gut, wenn Adobe in Flash eine Möglichkeit vorsieht, dass automatisch die vom Flash-Designer vorgegebenen (!) Texte in ein strukturiertes XML-File exportiert werden, das wiederum durch die Suchmaschinen gelesen werden kann. Das würde bedeuten: Der Flash-Designer gibt vor, welche Inhalte in welcher Struktur (!) ausgegeben werden - und diese Inhalte können dann durch die Suchmaschinen im richtigen Context interpretiert werden.

Das scheint mir deutlich sinnvoller, als krampfhaft irgendwelche Text-Bausteine aus Flash-Files zu extrahieren. Aber mich fragt ja keiner. ;-))