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Klickbetrug: Das Ende von AdWords?

60 Mio Dollar Entschädigung. So viel hat ein amerikanischer Richter laut einer Meldung des Wall Street Journals (gefunden bei pressetext) einer Gruppe von AdWords-Kunden zugesprochen, die Google geklagt hatten, weil ihnen Klicks in Rechnung gestellt wurden, die nicht zu Klicks auf deren Homepage geführt hätten (weil sie durch Klickbetrug zustande kamen). Die Entschädigungszahlung war das Ergebnis der Vergleichsverhandlungen (denen Yahoo und Co übrigens nicht zugestimmt haben).

Google hat auf die steigende Besorgnis seiner Werbekunden inzwischen reagiert und weist seit kurzem nun auch offiziell in der Statistik aus, wie viele Klicks durch Klickbetrug zustande kamen und von Google nicht verrechnet wurden (berichtete die Computerwelt). Wie sehr diese Zahlen mit der Realität übereinstimmen scheint fraglich - überprüfbar sind sie jedenfalls kaum.

Bedeutet die Zunahme der competition clicks und des click fraud das mittelfristige Ende von AdWords & Co? In den USA spricht man immerhin von 14% Klicks, die in betrügerischer Absicht erfolgen (meist mit dem Ziel, das Werbebudget eines Konkurrenten vorzeitig zu erschöpfen).

Ich meine: Wohl kaum. AdWords sind nach wie vor eine ungemein effiziente - und somit sehr kostengünstige - Werbeform. Denn am Ende des Tages zählen nicht die Klicks, sondern die Conversion: Wie viele Produkte konnte ich über AdWords verkaufen? Wie viele Newsletter-Anmeldungen generieren? Wie viele Leads haben ein Kontaktformular ausgefüllt oder mein Whitepaper heruntergeladen?

So gesehen ist Klickbetrug, so ärgerlich er ist, eher nur "cost of doing business" mit AdWords. Er erhöht die Kosten und schmälert den ROI (return on investment), doch solange der ROI höher bleibt als die Kosten, wird AdWords weiterhin erfolgreich sein - und die Kunden, die AdWords als Marketing-Instrument einsetzen. Und das wird in absehbarer Zeit ziemlich sicher so bleiben.