Gesellschaft & Gesetz

Online Marketing Recht als MP3 und Podcast

   [Gesellschaft & Gesetz | Web-Marketing]

Von unserem Seminar Rechtliche Grundlagen des Online-Marketing gibt es zu den wichtigsten Themen einen Live-Mitschnitt als Podcast oder MP3-File!

Wenn Sie also schon in die rechtlichen Vorschriften für Websites reinhören wollen:

Podcast: Newsletter und E-Mails nach dem TKG 2006. Was ist SPAM, was ist erlaubt?
MP3: Thema_SPAM.mp3, ca. 2,4MB
Dauer ca. 7 Minuten.

PS1: Die Aufnahme wurde durchgeführt und zur Verfügung gestellt von Alles Apple Danke!
PS2: Das Seminar findet aufgrund der großen Nachfrage heuer bereits zum 4.mal am 4.5. statt!

Google PageRank als Wettbewerbsfaktor - und Grund für Gerichts-Klage

   [Gesellschaft & Gesetz | Suchmaschinen | Internet Technik]

Wie heise berichtet, hat das amerikanische Unternehmen kinderstart.com eine Klage gegen Google eingebracht. Der Grund: Die Website wäre im Google PageRank (ein internes Verfahren, mit Hilfe dessen Google die "Wichtigkeit" einer Website beurteilt und damit die Reihenfolge der Suchergebnisse bestimmt) herabgestuft worden und hätte damit 70% der Seitenaufrufe und 80% des Umsatzes (!) verloren. Das Unternehmen klagt Google nun auf Unterlassung und Schadenersatz.

Bemerkenswert ist hier vermutlich weniger die Frage, ob eine solche Klage gerechtfertigt ist - schliesslich hat eine Website ja kein "Recht", überhaupt in den Index von Google aufgenommen zu werden, und noch weniger auf einen bestimmten PageRank.

Vorsicht bei AdWords: Geschützte Markennamen nicht erlaubt

   [Gesellschaft & Gesetz | AdWords & Co]

Die FutureZone berichtet über ein Urteil des OGH, demzufolge Firmen für den Kauf markenrechtlich geschützter Adwords haftbar gemacht werden können. (Das OLG Wien hat erst kürzlich übrigens gegenteilig entschieden).

In letzter Zeit haben immer mehr Firmen die "kreative" Idee, die Namen von Mitbewerbern (Firmenname oder auch einzelne Marken- oder Produktnamen) für die eigenen AdWords-Kampagnen zu kaufen. Damit erscheinen die eigenen AdWords-Anzeigen, wenn jemand nach dem Konkurrenz-Stichwort sucht.

Der OGH hat zwar die Haftung von Google abgelehnt, dabei jedoch klar gestellt, dass der Käufer der (geschützten) Stichworte für eventuelle Rechtsverletzungen haftbar gemacht werden könne.

Damit sollte man auf jeden Fall sehr vorsichtig sein, fremde Markennamen bei den eigenen AdWords-Kampagnen zu verwenden: Denn nach Ansicht von einigen Rechtsexperten wird diese Praxis mit dem unzulässigen Werben vor dem Geschäftslokal eines Mitkonkurrenten verglichen. In einigen europäischen Ländern, wie z.B. in Frankreich, ist diese Praxis bereits verboten.

Neuer Termin für Seminar zu rechtlichen Grundlagen

   [Gesellschaft & Gesetz | Web-Marketing | E-Mail Marketing | Eigenwerbung]

Ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Der erste Termin unseres Seminars zu den "Rechtlichen Grundlagen des Online-Marketing" war binnen weniger Wochen ausverkauft und mit einer Durchschnitts-Bewertung von 1,3 (5-stufige Skala) ein voller Erfolg. :-))
Daher haben wir uns entschlossen, einen weiteren Termin zu organiseren: Am 9. März findet also das nächste Rechts-Seminar statt. Falls Sie wissen möchten, was es mit der Impressumspflicht auf sich hat, ob Ihr Newsletter der Offenlegungs-Pflicht unterliegt, wie man am besten mit der RTR-Liste umgeht (und vieles mehr), dann ist dieses Kompakt-Seminar vielleicht für Sie interessant!

Opt-In Kampagnen allerorten: das TKG 2006 zeigt Wirkung

   [Gesellschaft & Gesetz | E-Mail Marketing]

Die am 1.3.2006 in Kraft tretende Fassung des TKG (Telekommunikationsgesetz: es verlangt nun generell ein Opt-In*)) zeigt schon seine Wirkung: Immer mehr Unternehmen tauschen Zuckerl und Vergünstigungen gegen e-Mail Adressen :-))

Aktuelle Beispiele von meinem heutigen Shopping-Trip (eine neue Wohnzimmerlampe, BTW): Interio gewährte mir gar 10% Rabatt, IKEA ist mit einem Stängel Glücks-Bambus etwas knausriger... haben meine e-Mail Adresse dafür auch nicht gekriegt >:->

e-Mail Marketing sollte sowieso Permission Marketing sein

Viele Leute jammern über das strengere Gesetz, aber die haben Permission Marketing noch nicht verstanden - es ist auch eine Herausforderung. Aber sobald man einmal mit 1000 permission-based E-Mail Adressen mehr Umsatz generiert hat als mit 100.000 SPAMs oder Postkarten, wird man gläubig. (Ein Effekt, der übrigens sonst auch durch Affiliate-Marketing und Suchmaschinen-Marketing (Optimierung, AdWords) erzielt wird.

*) ausser bei bestehenden Kunden, wenn diese _vorher_ die Möglichkeit hatten, dies abzulehnen; siehe auch unseren Artikel zum geänderten TKG 2006

Achtung Eigenwerbung: Unser Seminar: Rechtliche Grundlagen des Online-Marketing am 9.3.06 behandelt dies auch ausführlich!

Warnung: Suchmaschinen Optimierung ist gefährlich

   [Gesellschaft & Gesetz | Suchmaschinen | lustig & traurig]

Ein Beweis, dass Suchmaschinenoptimierung funktioniert bieten die beiden folgenden juristischen Possen (es ist ja noch Fasching :-| ).

1) Sozialgericht Bremen gegen Shopblogger

Wie bei Klaus Eck nachzulesen ist, mahnt das Sozialgericht Bremen die Site Shopblogger

Sie betreiben eine Homepage, mit dem Header "Sozialgericht Bremen" auf der Seite www.shopblogger.de, womit Sie den Tatbestand der Namensanmaßung im Sinne von § 12 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) erfüllen. Deshalb sollte der Blogartikel sofort gelöscht werden.

Der Auslöser: Bei einer Suche nach "Sozialgericht Bremen" kommt die Site der Institution gar nicht in der Trefferliste vor, dafür aber ganz oben ein kritischer Artikel der Website. Nach Ansicht deren Leitung wirkt die (inzwischen als unrichtig zurückgezogene) juristische Keule besser als eine gute Konfiguration der eigenen Site...

Schuss nach hinten: durch die inzwischen ausgelöste Kampagne in der Blogosphäre schieben sich immer mehr Websites mit heissen Keywords vor das Sozialgericht in die Suchmaschinen-Trefferliste :-)

2) Heidi Klum gegen Werbeblogger

In eine ähnliche Kerbe schlägt Günther Klum, Vater von Heidi:

Guten Tag,
da der Name Heidi Klum gesetzlich geschützt ist (R) und TM, bitte ich Sie den Namen aus Ihrer URL zu entfernen und die Werbung mit dem Namen Heidi Klum einzustellen. Als Termin hiefür habe ich mir den 2. Januar 2006 Notiert.
Ich bitte um Ihr Verständnis.
mfg
Günther Klum

Empfänger war der Werbeblogger, wo die Sache inzwischen schon sehr heiß gekocht wird....

Resume

1. Ganz offensichtlich funktioniert gute Suchmaschinen-Optimierung besser, als manchen Recht ist; sollten Sie selbst betroffen sein: unternehmen Sie etwas, anstatt abzumahnen: Der juristische Schuss kann nur nach hinten losgehen!
2. Seien Sie informiert, was im Internet rechtens ist - und was nicht (dazu darf ich unser Internet-Recht Seminar am 26.1. in Wien empfehlen).

PS: Das Jahr beginnt ja spannend...

XML feed