Mit künstlicher Intelligenz Scammer ärgern

21.11.2017 - Michael Kornfeld

Sie sind eine der großen Plagen des Internets: Die diversen Olgas, die Anschluss suchen, die afrikanischen Prinzen, die ein paar Millionen Dollar in Europa anlegen möchten oder die Witwen verstorbener Bankiers, die ihre Goldreserven zu verschenken gedenken.

 

Doch diese Phisher, Scammer und Spammer kann man nun ärgern - mit künstlicher Intelligenz. Die Idee dahinter: Über automatisierte Antwort-Mails soll möglichst viel Zeit der Scammer vergeudet werden - damit diese weniger Zeit haben, ahnungslose (und wohl auch etwas naive) Zeitgenossen über den Tisch zu ziehen.

 

Dabei kommt künstliche Intelligenz ins Spiel: Über die Site Re:Scam kann man ganz einfach, schnell und kostenlos glaubwürdige Antworten auf die Scam-Mails formulieren lassen. Dazu wird der Inhalt des Mails analysiert und mit Hilfe von künstlicher Intelligenz wird eine Antwort formuliert, die möglichst glaubhaft wirken soll (natürlich ohne dass Ihre E-Mail-Adresse sichtbar ist). So kann man die nervigen Scammer mit wenig Aufwand zumindest etwas ärgern - und ihnen kostbare Zeit stehlen.

 

Das funktioniert denkbar einfach: Man muss das Scam-Mail nur an an die Adresse me@rescam.org weiterleiten. Das war's.

 

Re:Scam setzt die Unterhaltung dabei so lange fort, bis der Scammer zu viel Zeit in die Antworten investieren muss und aufgibt. Laut einem Artikel im Standard sind das bereits über 21.000 Mails - und damit über 2 Monate an Arbeitszeit, die diese Betrüger aufwenden mussten.

 

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