Preispsychologie für Online-Marketer (Teil 1)

27.12.2017 - Gastblogger

Geld verdienen im Internet. Das klingt für viele nach einer erstrebenswerten Option, schließlich ist Online-Marketing doch auch mit wenig Investition eine profitable Einnahmequelle. Wenn es gut durchdacht ist.

 

Vor allem auch im Online-Marketing gibt es leider sehr viele Beispiele, die zum Scheitern verurteilt sind.

 

Wie Sie sich jedoch anhand bewährter Strategien aus der Preispsychologie abheben und noch erfolgreicher im Online-Marketing werden, erfahren Sie in dieser dreiteiligen Serie „Preispsychologie für Online-Marketer“!

 

Bei der Preisgestaltung geht es um den Preis.

Klingt logisch. Ist es auch. Der Preis ist einer der stärksten und auch grundlegenden Hebel, der uns in Verkauf und Marketing zur Verfügung steht. Natürlich auch im Online-Bereich.

 

Wenn Sie die Wirksamkeit der Preispsychologie konsequent einsetzen, bringt Ihnen das mehr Geschäft, mehr Umsatz und vor allem auch mehr Gewinn. Und das beim selben Aufwand.

 

Die Psychomathematik® ist der Schlüssel

Wie kommt es, dass wir für ein Glas Wein mal stolze 7,90 € ausgeben und beim nächsten Mal 3,90 € schon für teuer halten?

 

In einer Zeit, in der Rabatte und Discount die einzige Strategie zu sein scheint, spielt Psychomathematik® bzw. Preispsychologie ihre Stärke aus. Dabei geht es um den Zusammenhang zwischen der Verhaltenspsychologie und Zahlen bzw. Preisen.

 

Den Preis niedriger wirken lassen obwohl er gleichbleibt ist somit kein Hokuspokus, sondern der Einsatz psychomathematischer® Methoden.

 

Preispsychologie-Tipp #1 „Bieten Sie Ihrem Kunden Abzüge statt Aufpreise!“

Ein einfaches Beispiel: Sie wollen online einen Flug buchen, kommen zur Zahlungsaufforderung und sehen, dass bei der Zahlung mit Kreditkarte eine Gebührt verlangt wird. Das ist natürlich ärgerlich. Für uns fühlt es sich an, als würden wir bestraft weil wir mit Kreditkarte und nicht via Paypal zahlen. Das bedeutet Sie werden belohnt, wenn Sie via Paypal bezahlen. Und Belohnungen mögen wir grundsätzlich natürlich. Wir freuen uns.

 

Das bedeutet: Bei ein und demselben Preis empfindet der Kunde zwei ganz unterschiedliche Emotionen.

 

Sie möchten aber, dass sich Ihre Kunden freuen. Also bieten Sie Ihnen Belohnungen in Form von Abzügen statt Aufpreise an.

 

Das geht nicht nur bei unterschiedlichen Bezahlvarianten, sondern auch bei verschiedenen Produktvarianten oder auch im Zusammenhang mit dem „Do it Yourself Anteil“ des Kunden. Der Kunde, der selbst einen Teil der Arbeit übernimmt, erhält einen Abzug. Zusätzlicher, profitabler Nebeneffekt: Ein guter Teil der Kunden wird dennoch auf die Belohnung verzichten und zur teureren Variante greifen. Das ist angewandte Psychomathematik.

 

Preispsychologie-Tipp #2 „Bepreisen Sie Gratisprodukte und –dienstleistungen.“

Oft werden im Zuge von Produkteinführungen, Webseiten der auch (Marketing)Aktionen Gratisprodukte oder –dienstleistungen angeboten, häufig auch in Paketen mit anderen Produkten. Das ist oft sinnvoller als Rabatte zu geben.

 

Worauf Sie dabei aber nie vergessen sollten, ist bei den Produkten oder Dienstleistungen, die Sie kostenfrei hergeben, den üblichen Preis zu nennen.

 

Manchmal wird darauf vergessen, vor allem dann, wenn das Produkt oder die Dienstleistung für den Verkäufer nur einen sehr geringen oder keinen Wert hat. Das kann z.B. der Fall sein, wenn das Produkt oder wenn die Dienstleistung, wie z.B. eine Skype-Sitzung bei Trainern, Coaches und Beratern „nur“ eine Stunde Ihrer Zeit in Anspruch nimmt. Wenn der Berater nicht ausgebucht ist, wird ein wenig Zeit oft kein Wert beigemessen, wenngleich diese Dienstleistung für den Kunden sehr viel wert sein kann, quasi unter dem Motto „Was nichts kostet, ist nichts wert.“

 

Doch gerade wenn ein Gratisangebot mit einem Preis versehen wird, machen Sie es für den Kunden noch attraktiver. Je höher der „Stattpreis“ ist, umso attraktiver ist natürlich das Gratisangebot. Daher ist es wichtig, alle sauberen Möglichkeiten auszunutzen um diesen so hoch wie möglich anzuführen. Dass der Stattpreis trotz alledem korrekt sein muss versteht sich von selbst.

 

Habe ich Sie neugierig gemacht und wollen Sie weitere Tipps und Tricks? Dann lade ich Sie herzlich zu meinem Seminar „Preispsychologie für Online-Marketing“ am 07. Mai 2018 ein!

 

Im nächsten Teil der Serie erfahren Sie mehr über die Methoden der Preispsychologie, die Sie für Ihr Online-Marketing bestens umsetzen können!

 

Über den Autor

Mag. Roman Kmenta ist als Keynote Speaker und Redner international, vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig. Er berät Unternehmen und coacht Unternehmer – B2B und B2C – im Bereich Verkauf und Marketing und unterstützt sie dabei höhere Preise, Honorare und Deckungsbeiträge zu erzielen. Roman Kmenta folgen: FacebookTwitter, XINGGoogle+LinkedIn 

Foto: Matern

 

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