Chancen und Risiken im Social Media Marketing

25.06.2018 - Gastblogger

Die sozialen Netzwerke sind ein Teil des Panoramas im Internets und eine der Essenzen des Internets zu Beginn des 21ten Jahrhunderts. Sie sind für uns tagtäglich präsent, und nicht nur Online. Das Potenzial der sozialen Netzwerke ist auch für Marken und Firmen besonders hoch – trotz der Probleme in der organischen Reichweite der letzten Jahre. Diese hat sich zu einem weiteren Merkmal entwickelt, in dem sich Firmen bewegen müssen. Das zeigt sich auch besonders an dem hohen Interesse der Firmen, eine effiziente Social Media Marketing Strategie zu haben.

 

Was müssen Firmen in diesem Bereich wirklich machen? Auf was müssen sie besonders in den sozialen Netzwerken achten? Dies sind die Fragen, die man sich in einer Analyse von eConsultancy gestellt hat.

 

Von den Beobachtungen der Analysten ausgehend, kam man zu folgenden Schlussfolgerungen, wie der aktuelle Stand in sozialen Netzwerken aktuell ist, und welche Chancen und Risiken man aus dem aktuellen Stand des Social Media Marketings ziehen kann:

 

Man ist bei einer Art Status quo angekommen

Nach Jahren der Veränderung, dem Erscheinen neuer sozialer Netzwerke und den Auf und Abs verschiedener aktueller Elemente, kann man sagen, dass wir in einem Moment der Stabilität angekommen sind, so die Analyse. Es ist nicht zu einer Verlangsamung beim Wachstum der sozialen Netzwerke gekommen, sondern man ist bei einem stabilen Wachstum angekommen. Die sozialen Netzwerke haben in den letzten 2 oder 3 Jahren stagniert, sie haben den gleichen Rhythmus des Wachstums und der Neugewinnung von Kunden beibehalten.

 

Darüber hinaus scheinen die Karten mittlerweile verteilt zu sein. Trotz des großen Interesses, den Vero und Ello bei ihrem Erscheinen in den Medien hervorgerufen hatten, kam es zu keinem großen Start. Es ist kein weiteres soziales Netzwerk erschienen um den Anderen User zu klauen.

 

Das Influencer Marketing ist in seine dunkle Phase eingetreten

Das Influencer Marketing ist in letzter Zeit bemerkenswert gewachsen und hat sich bei den Verantwortlichen für Social Media als wichtiges strategisches Element positioniert. Es ist sogar so, dass das Influencer Marketing nicht nur einfach zur Strategie dazugehört, sondern einen Stellenwert erreicht hat, bei dem spezielle Strategien dafür entwickelt werden. Dies zeigt sich auch daran, dass ein Boom von Mikro Influencern entstanden ist, die innerhalb dieser Strategien genutzt werden.

 

Aber nicht alles ist positiv im Influencer Marketing, die Schattenseiten werden immer sichtbarer. Die Leichtigkeit mit der falsche Follower und Engagement gekauft werden kann wird immer offensichtlicher für die Marken und dadurch wird die Position der Influencer innerhalb der Marketingstrategie in Frage gestellt. Die Analysten sind überzeugt davon, dass der nächste Schritt der Industrie der Eintritt Dritter sein muss: sie müssen zulassen, dass Beobachter messen was wirklich passiert und ihnen solide und vergleichbare Daten der erreichten Ergebnisse liefern.

 

Bots und künstliche Intelligenz in sozialen Netzwerken

Bis jetzt wurden Bots und deren Nutzung in sozialen Netzwerken eher negativ gesehen, Fake Accounts bzw. kaum nützliche Accounts. Trotzdem denken die Experten, dass Bots, genauso wie künstliche Intelligenz, ein großes Potenzial für die Industrie haben und sich zu einem hervorstechenden Element entwickeln können, um die Erfahrung der Konsumenten, das Angebot der Marken und die Marketingstrategie zu verbessern. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass das Potenzial bei der Nutzung von Bots und künstlicher Intelligenz in sozialen Netzwerken  gewisse Fragen aufwirft und Debatten erzeugen kann, die die Marken zuerst lösen müssen, bevor sie sich gänzlich darauf einlassen.

 

Viele Schlagzeilen in den Medien, der Effekt ist aber limitiert

In letzter Zeit haben soziale Netzwerke bei großen Skandalen eine Hauptrolle gespielt. Hierbei sticht Facebook mit seinem Skandal zum Missbrauch der Datennutzung stark hervor. Dies hat dazu geführt, dass sie sehr oft in den Nachrichten als Material für Schlagzeilen und große Analysen zu sehen waren. Dadurch stehen sie schwierigen Situationen gegenüber und müssen sich sogar vor Behörden erklären.

 

Nichtsdestotrotz ist der Effekt, den diese Skandale haben, sehr eingeschränkt. Man wird weder damit aufhören mit Algorithmen zu arbeiten, noch die sozialen Netzwerke schließen. Die Konsumenten verlassen die sozialen Netzwerke auch nicht in Massen.

 

Das Handy dominiert in Social Media

Die Technologie und mobile Geräte vereinnahmen die Zeit und die täglichen Aktivitäten der User und Konsumenten. Die User nutzen die meiste Zeit ihrer Aktivitäten in Social Media ihre Mobilgeräte und wenden sich vor allem beim Konsum von Videos, zum Nachrichten schauen oder Einkaufen, an ihre größeren Bildschirme. Die User verwenden 9 Stunden im Monat darauf, über ihr Handy ihre Profile in sozialen Netzwerken zu aktualisieren. Aus diesem Grund kann man es sich nicht erlauben eine Social Media Marketing Strategie zu entwickeln ohne an Handys zu denken.

 

Profis werden immer professioneller

Community Manager oder Social Media Manager zu sein war der Job von Morgen da die sozialen Netzwerke sich in etwas verwandelt hatten was alle Firmen wollten und brauchten. Es waren noch die goldenen Jahre der sozialen Netzwerke in denen der Erfolg mit der organischen Reichweite erlangt werden konnte und Marken und Firmen dies als Goldgrube sahen. Jobangebote in sozialen Netzwerken gibt es noch auf Jobportalen, die Latte der verlangten Kenntnisse an die Profis wurde aber definitiv höher gelegt.

 

In Vergessenheit geraten sind die vermeintlichen Pseudo Gurus und improvisierten Experten um der Generation der wirklich erfahrenen Profis Platz zu machen, deren Bildung und Wissen gewachsen und gereift sind. Heutzutage ist die Mehrheit der Social Media Profis professioneller und besser. Social Media wird heute von den Firmen ernst genommen und als etwas Wesentliches und Unverzichtbares angesehen und deswegen wollen (und sollten) die Firmen die Verwaltung nicht irgendjemandem überlassen.

 

Über den Autor: Michael Gottron ist schon seit Jahren im Online Marketing aktiv und betreibt über die Webseite www.cloudsecretary.de einen virtuellen Sekretariatsservice. Dort schreibt er regelmäßig Blogbeiträge zum Thema Online Marketing, Apps und anderen Themen die Selbstständige,  Anwälte und kleine sowie mittelständische Unternehmen betreffen.

 

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