Im Fokus: Sieben top Online Marketing Trends für 2018

27.02.2018 - Silke Mimlich

Es ist wohl die spannendste Zeit des Jahres: Jene, wo Experten aus aller Welt ihre Prognosen für das kommende Jahr abgeben. Gerade das Online-Marketing ist hier an Dynamik und Spannung nicht zu überbieten. Welche Trends kommen auf uns zu? Worauf sollten wir uns einstellen?

 

Wir haben auch heuer wieder die sieben bedeutendsten Online-Marketing Trends von Forbes.com unter die Lupe genommen und für Sie zusammengefasst:

 

Wohin wird die Reise gehen?

1. Big Data: Noch größer, noch wichtiger

Big Data sind nicht mehr länger nur den großen Unternehmen vorbehalten. Dank neuer Entwicklungen (v.a. im Bereich der Maschinen-Lerntechnologien und Künstliche Intelligenz) erhalten immer mehr Klein- und Mittelbetriebe Zugriff auf umfassend gesammelte Daten. Wer hier nicht auf das Daten-Potential der diversen Werbeplattformen und Marketing-Tools (wie DoubleClick oder Google Data Studio) zugreift, kann schnell den Anschluss verlieren.

 

2. Sprachgesteuerte Systeme erreichen die breite Masse

Der Smart-Speaker-Markt (mit integrierten persönlichen Assistenten wie Alexis, Google Home & Co) ist im letzten Jahr regelrecht explodiert. In den nächsten 5 Jahren erwartet die Branche, dass immer mehr Haushalte mit solchen Spracherkennungssystemen ausgestattet sein werden.

 

3. Apps werden für Werbetreibender immer interessanter

Apps haben sich zu einem festen Bestandteil im täglichen Leben entwickelt. Bestimmte Anwendungen (wie z.B. Karten- oder Transport-Apps) haben sich etabliert und werden laufend von vielen Usern eingesetzt – ähnlich so wie Google als primäre Suchmaschine genutzt wird. Dadurch werden diese Plattformen für die Platzierung von Anzeigen und Angeboten immer interessanter.

 

4. Native Advertising und Smart Content setzen sich durch

Experten gehen davon aus, dass Native Advertising – also Werbung, die sich in den redaktionellen Kontext einpasst – in den nächsten 5 Jahren einen Großteil der Werbeeinnahmen ausmachen wird. Der große Vorteil: Native Anzeigen erhalten mehr Aufmerksamkeit und Engagement (was noch wichtiger ist!) als traditionelle Werbeformen.

 

Dazu werden künftig auch immer mehr „intelligente Inhalte“ (Smart Content) zu sehen sein, die sich noch besser an die individuellen Präferenzen der User anpassen. Mit Smart Content können Inhalte (Texte, Bilder, Formulare, Call-to-Actions usw.) z.B. spezifisch auf die Phase im Kaufprozess zusammengestellt werden. Oder zielgerichtet auf Personen abgestimmt sein, die die Website zum ersten Mal besuchen.

 

5. Micro-Momente machen Kundenverhalten besser messbar

Google nennt ein Ereignis, das einen User dazu bringt, sein mobiles Gerät laufend im Betrieb zu halten, einen Mikro-Moment (z.B. Eintreffen einer WhatsApp-Nachricht). Damit stellen sie einen konkreten Bezug zum User-Verhalten her – also ob dieser irgendwohin gehen, etwas wissen, tun oder kaufen will. Diese Momente künftig zu ermitteln, zu lernen, zu verstehen und zu nutzen, wird nicht nur Teil der Web-Analyse sondern der gesamten Geschäftsentwicklung sein.

 

6. Influencer Networks: Content nutzen statt selbst produzieren

Content-Marketing gilt seit vielen Jahren als Top-Strategie. Mittlerweile kann in einigen Branchen eine Übersättigung beobachtet werden – Websites und Social-Media-Netzwerke sind voll mit Content-Produzenten. Experten sind der Meinung, dass künftig mehr Marken und Vermarkter die vorhandenen Content-Plattformen – v.a. Influencer-Kanäle – nutzen werden, um ihre Botschaften weiter zu treiben, anstatt selber Content im großen Stile zu produzieren.

 

7. Chatbots beflügeln individuelle, personalisierte Ansprache

Das Internet wird immer größer und auch voller – in Bezug auf Informationen und Erlebnisse. Um hier nicht unterzugehen und v.a. die passenden Angebote bzw. Inhalte zu finden, bevorzugen User immer mehr eine individuelle und persönliche Kommunikation mit Marken und Anbietern. Hier kommt den Chatbots (Kommunikationsroboter, die einfache, automatisierte Unterhaltungen mit Usern übernehmen) eine bedeutende Rolle zu, da eine „menschliche“ 1-to-1 Umsetzung wirtschaftlich oft nicht machbar wäre.

 

Unser Fazit: „Nutzen, was da ist“ scheint das Motto zu sein

Eines steht fest: Die Themen vom Vorjahr (wir haben dazu auch in den Trends 2017 berichtet) setzen sich weiter fort. Mehr noch: Alle Zeichen stehen auf User-Zentrierung. Egal ob Big Data, Apps, Mobile User-Experience, Native Ads oder Künstliche Intelligenz – der Kunde mit seinen individuellen Bedürfnissen und persönlichen Anforderungen steht (wieder mehr) im Mittelpunkt.

 

Bisher entwickelte Technologien, Systeme, Daten und Inhalte können künftig stärker genutzt werden, um daraus unmittelbaren Nutzen zu ziehen und noch bessere Erfolge im Online-Marketing zu erzielen. Wer hier die Hebel findet, mit besehenden Ressourcen mehr Branding- sowie Werbe- und Vermarktungserfolge zu erreichen, wird die Nase in einem ohnehin dynamischen Feld vorne halten können.

 

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Basierend auf den oben vorgestellten Trends könnten aus unserem Seminarprogramm folgende Seminar-Tipps für Sie passend sein:
* Seminar „Online-Marketing Crash-Kurs“ (1 od. 2 Tage)
* Seminar „Strategisches Online-Marketing: Mit klugem Plan zum Erfolg“ (1 Tag)
* Seminar „Erfolgsfaktor Content“ (1 Tag)
* Seminar „Web-Analyse und Controlling“ (1 Tag)
* Seminar „Brennpunkt Mobile: Werbung, K.I., Apps & Daten“ (1 Tag)
Alle Termine 2018 finden Sie auch in unserem übersichtlichen Terminblatt.
Terminblatt (PDF) herunterladen

 

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