Preispsychologie für Online-Marketer (Teil 2)

26.01.2018 - Gastblogger

Im ersten Teil der Serie haben Sie bereits Einblicke in die Tricks der Preispsychologie und Psychomathematik® erhalten.

 

In diesem zweiten Teil knüpfe ich daran an und zeige Ihnen weitere Strategien, die Sie für Ihr Online-Marketing heranziehen können. Auch im zweiten Teil werden Sie vom ein oder anderen Tipp und der Erkenntnis aus der Farbpsychologie überrascht sein. 

 

Nutzen Sie die Hebel der Preispsychologie

Preise sind allgegenwärtig. Auch im Marketing. Der Preis eines Produkts oder einer Leistung ist jedoch weit mehr als eine reine Zahl. Dahinter stehen viel mehr psychologische Mechanismen. Prozesse, die in uns verankert sind und uns steuern. 

 

Machen Sie sich diese Methoden der (Preis-)Psychologie für Ihr Online-Marketing zu eigen und setzen Sie mit ein paar Tricks ihre neu gewonnenen Erkenntnisse gekonnt ein.

 

Auch Worte sind wahre Magier bei der Preiserhöhung

Worte und Sprache sind mächtig. Vor allem auch in der Verkaufspsychologie.

 

So können Worte den Wert in den Köpfen Ihrer Kunden steigern. Denn dort entsteht der Wert. Nutzen Sie also mehr Worte und schönere bis hin zu sensationellen Worten. Allein die Anzahl der Worte zur Beschreibung eines Produktes oder einer Dienstleistung macht schon einen Unterschied in der Wertwahrnehmung.

 

Seien Sie kreativ und haben Sie Spaß dabei, die Macht der Sprache zu nutzen. Sie werden sehen, Sie heben sich mit Ihrer humorvollen und einzigartigen Art ab und überzeugen damit Geschäftspartner und Kunden um so mehr. 

 

Preispsychologie-Tipp #3 „Denken Sie in Unterschieden statt in Summen!“

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen interessierten Kunden, der sich für ein Online-Produkt bei Ihnen interessiert. Sie haben zwei Versionen eines Angebots, eines um 499€ und eines um 699€. Der Kunde kann sich nicht so recht entscheiden und schwankt zwischen beiden Optionen. Klar, die teurere Variante spricht ihn mehr an, kostet aber auch eben mehr. 

 

Wie schaffen Sie es nun, dass Sie Ihren Kunden in die Richtung des teureren Produkts lenken? Seine Grenze liegt bei 500€. Hier sind 700€ schon schwieriger zu verdauen.

 

Jetzt liegt es an Ihnen. Machen Sie es dem Kunden leichter, diese Grenze zu überwinden und führen Sie Price Tables an: das Homepage-Paket ohne Betreuung kostet so zum Beispiel 499€. Mit Betreuung und Grunddesign – was für den Kunden enorme Erleichterung bedeutet - sind es quasi nur 200€ mehr.

 

Sprechen Sie in dieser Schwankungsphase nur noch von der Differenz!

 

Verbunden mit dem Hervorheben des zusätzlichen Nutzens und des enormen Vergnügens, das ihm die bessere Variante bereiten wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er mehr Geld ausgibt. Angewandte Psychomathematik.

 

Seminar-Tipp: Sie wollen erfahren, wie Sie online und offline bestmögliche Verkaufspreise erzielen? Dann besuchen Sie mein Seminar „Preispsychologie für Online-Marketing“ am 07. Mai 2018.

 

Preispsychologie-Tipp #4 „Niedrige Zahlen: %. Hohe Zahlen: €!“ 

Eine spannende Erkenntnis aus der Psychomathematik®:  Sie möchten mit Rabatten oder Aufpreisen arbeiten, dann verwenden Sie bei niedrigen Zahlen – in unserem Fall niedrigen Preisen –  Prozentangaben und bei hohen Beträgen absolute Zahlen. 

 

Die psychologische Grenze liegt bei etwa 100 – der bekannten „100er Regel“.  Warum? 

 

Stellen Sie sich vor Sie haben ein Produkt um €9,90,-. Wenn Sie nun einen Rabatt von 20% geben möchten, dann klingt 20 % nach mehr als € 1,98. Kostet das Produkt nun aber mehr, z.B. € 379,-, dann machen 20% schon immerhin €75,80 aus… ein Betrag, der schon als nennenswert erachtet werden kann. 

 

Ob diese Grenze bei € 100 liegt oder individuell auch höher oder tiefer sein kann, liegt in Ihrer Entscheidung. Beachten Sie aber in jedem Fall, dass der Eindruck und damit die Wirkung psychologisch eine ganz andere sein kann!

 

Im dritten Teil der Serie erfahren Sie weitere spannende Tipps zur Preispsychologie für Ihr Online-Marketing.

 

Über den Autor

Mag. Roman Kmenta ist als Keynote Speaker und Redner international, vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig. Er berät Unternehmen und coacht Unternehmer – B2B und B2C – im Bereich Verkauf und Marketing und unterstützt sie dabei höhere Preise, Honorare und Deckungsbeiträge zu erzielen. Roman Kmenta folgen: FacebookTwitter, XINGGoogle+.

Foto: Matern

 

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