Serie "Kaum bekannte Google-Perlen" 12: Google Fonts

10.09.2018 - Silke Mimlich

Einige Apps von Google kennt fast jedermann: Google Analytics, Google-Mail oder Google Docs.

 

Doch es gibt einige nützliche Applikationen von Google, die teilweise recht unbekannt sind. Was schade ist, denn darunter befindet sich durchaus die eine oder andere Software-Perle!

 

Über 800 kostenlose Schriftarten

Mit Google Fonts stellt der Internet-Riese seit 2010 eine Vielzahl von kostenlosen Schriftarten zur Verfügung. Hintergrund dieser Entwicklung war unter anderem, dass Google seine Suche verbessern wollte. Waren früher noch Headlines, Buttons, Navigationspunkte usw. als reine Grafiken eingebunden, was die Indexierung dieser Elemente unmöglich gemacht hat.

 

Aktuell sind im interaktiven Verzeichnis über 800 Web-Fonts veröffentlicht, die Webseitenbetreiber lizenzfrei verwenden können – also ohne eine entsprechenden Lizenzgebühr zahlen zu müssen.

 

Dabei können die Schriften sowohl im privaten als auch im kommerziellen Bereich genutzt werden – auf Webseiten, in Blogs, in Bildern usw.

 

Und die Google Fonts erfreuen sich größter Beliebtheit. Seit dem Launch vor 8 Jahren sind (laut Google Fonts Analytics) bereits mehr als 23 Billionen Aufrufe über Pages, die die Schriftarten einsetzen, erfolgt – allein der Schrifttyp Roboto verzeichnet aktuell in 1 Woche über 55 Milliarden Font Views.

 

DSGVO-konformer Einsatz möglich

Grundsätzlich werden die eingebetteten Schriften direkt von Googles Servern geladen. Um der DSGVO zu entsprechen, muss ein entsprechender Hinweis in der Datenschutzerklärung erfolgen. Man kann Schriften allerdings auch lokal einbinden: Dazu werden diese auf dem eigenen Server bzw. Webspace abgelegt, was ebenfalls einen datenschutz-konformen Einsatz ermöglicht.

 

Fazit: So wie Fotos und Bilder zählen mittlerweile typografische Schriften zum Grundmaterial eines jeden Webdesigners. Kein Wunder, bieten sie doch auch wesentlich mehr gestalterische Möglichkeiten als die klassischen Systemschriften wie Arial, Verdana, Times New Roman & Co. Allerdings sollte man bei Typografien auch immer die Ladezeit im Auge behalten, die hier naturgemäß höher ist als bei System Fonts.

 

Zwar haben viele der kostenpflichtigen Anbieter (wie z.B. Adobe Typekit) weitaus mehr (zum Teil über 2.000) Schriften mit meist besserer Qualität im Angebot. Aber Google punktet in Sachen Kosten. Und vor allem kleinere und mittlere Unternehmen können auch bei 800 Fonts eine ausreichend gute Auswahl treffen.

Zur Google Fonts Bibliothek

 

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