8 Tipps für erfolgreiche Anmeldeformulare

25.09.2019 - Michael Kornfeld

Viele Unternehmen haben einen wesentlichen Teil Ihres Newsletter-Verteilers durch die DSGVO verloren; genauer: Durch die vielen Mails, die knapp vor Inkrafttreten der DSGVO verschickt wurden, um eine neuerliche Zustimmung einzuholen. Nun sind viele dieser Unternehmen dabei, Ihren Mail-Verteiler wieder aufzubauen.

 

Die eigene Website ist für die meisten Unternehmen dabei (mit Abstand!) die beste Quelle, um neue Newsletter-Leser zu gewinnen. Doch dabei werden leider nach wie vor viele Fehler gemacht und damit unnötig Chancen vergeben.

 

Daher haben wir die wichtigsten Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihre Anmeldeformulare optimieren können – um erkennbar mehr Anmeldungen zu generieren.

 

Tipp 1: So wenige Felder wie möglich

Widerstehen Sie der Versuchung, alle möglichen Informationen für eine bloße Newsletter-Anmeldung abzufragen. Denn dagegen sprechen gleiche mehrere Gründe:

  • Das Prinzip der Datensparsamkeit der DSGVO verlangt, dass Sie nur jene Daten abfragen dürfen, die Sie für die Erfüllung der Dienstleistung (hier: den Newsletter-Versand) unbedingt benötigen. E-Mail Adresse und Name sind hier sicher OK – die postalische Adresse ist es jedoch nicht.
  • Aus unserer langjährigen Erfahrung wissen wir: Jedes Feld mehr kostet Sie Anmeldungen! Denn die Formulare werden optisch länger und der Zeitaufwand für das Ausfüllen wird höher.

 

Sie sollten also so wenige Felder wie möglich in Ihrem Newsletter-Anmeldeformular vorsehen.

 

Tipp 2: Keine Anmeldung ohne Nutzen

Auch wenn es banal klingt: Keiner Ihrer Leser bekommt zu wenig Newsletter. Sie müssen also einen konkreten und relevanten (!) Nutzen bieten, den der Leser für seinen Zeitaufwand (und seine Daten) von Ihnen bekommen wird.

 

„Melden Sie sich für unseren Newsletter an!“ reicht also nicht. Bieten Sie einen klaren und nachvollziehbaren Mehrwert. Das können exklusive Informationen sein, spezielle Aktionen, Insider-Wissen, Lösungen für Kunden-Herausforderungen, wichtige Vorab-Informationen,  usw.

 

Tipp: 3: Behaupten Sie nicht nur, beweisen Sie auch

Es ist leicht, einen tollen Nutzen (siehe Tipp 2) zu behaupten – doch die Erfahrung zeigt vielen Lesern, dass ihre Erwartungshaltung immer wieder enttäuscht wurde. Daher sind sie oft skeptisch – das ist im Grunde ja auch in Ordnung.

 

Die Lösung: Untermauern Sie Ihren behaupteten Nutzen mit „Beweisen“. Das kann ein Zitat von einem begeisterten Newsletter-Leser sein, die Größe Ihres Verteilers (Motto: So viele Leser können nicht irren!) oder die Ergebnisse einer Zufriedenheitsumfrage.

 

Tipp 4: Bieten Sie keine Katze im Sack an

Eine ganz einfache Methode, um Newsletter-Anmeldungen deutlich zu erhöhen, ist ein aktuelles Beispiel Ihres Newsletters. So weiß der Leser genau, was er bekommt, wenn er sich anmeldet – und die Erwartungshaltung passt zu den nächsten Newsletter-Zusendungen.

 

Bieten Sie also zum Beispiel eine Grafik des Newsletters an, damit man einen ersten Eindruck bekommt. Und/oder ein aktuelles Archiv, über das man sich die letzten Ausgaben ansehen kann – viele professionelle E-Mail Marketing Systeme können solche Listen auf Knopfdruck generieren.

 

Tipp 5: Design ist wichtig

Aus Tipp 4 ergibt sich auch, dass ein gutes, professionelles Design für den Newsletter überaus wichtig ist. Erscheint die Voransicht überladen oder „altbacken“, wird sich niemand begeistert anmelden.

 

Ein gutes Design strukturiert die Inhalte, setzt Best Practices um (z.B. Berücksichtigung des Vorschau-Fensters), passt zum Unternehmen und den Inhalten, ist zielorientiert (Stichwort: Call to Action) und ist ansprechend.

 

Tipp 6: Bieten Sie ein Incentive an

Die Anmeldungen können oftmals deutlich gesteigert werden, wenn die Anmeldung selbst belohnt wird. Das kann zum Beispiel ein Gutschein-Code sein, die Teilnahme an einer Veranstaltung oder ein Rabatt für den Online-Shop.

 

Ein Incentive muss allerdings nicht unbedingt mit hohen Kosten verbunden sein: Sie können ein attraktives eBook anbieten, die Teilnahme an einem exklusiven Gewinnspiel oder die kostenlose Nutzung einer praktischen Software, die Sie ohnehin bereits entwickelt haben.

 

Tipp: Es empfiehlt sich, die Incentives direkt mit dem Unternehmen zu verknüpfen und nicht zu generisch zu wählen. Wenn Sie beispielsweise ein Wellness-Hotel sind, dann könnten Sie ein Wellness-Wochenende verlosen – und kein iPad. Denn wenn jemand nur das iPad haben möchte, meldet er sich vielleicht nur deshalb an, ohne ein wirkliches Interesse an Ihrem Unternehmen zu haben.

 

Tipp: 7: Hinweise stärken Vertrauen

Weisen Sie auf der Formular-Seite auf die (ungefähre) Versand-Frequenz hin – so weiß der Interessent, ob er mit einem wöchentlichen Newsletter rechnen muss oder ob die Mailings nur quartalsweise erscheinen. Auch das sorgt für eine realistische Erwartungshaltung.

 

Außerdem sollten Sie auf die jederzeitige Abmeldemöglichkeit hinweisen. Das ist zwar rechtlich nicht notwendig, gibt dem Leser aber die Sicherheit, dass er mit seiner Anmeldung kein Risiko eingeht.

 

Tipp 8: Rechtliche Rahmenbedingungen sind Pflicht

Selbstverständlich sollten in dem Formular alle rechtlichen Aspekte perfekt umgesetzt sein. Zum Beispiel sollte auf die Datenschutz-Erklärung hingewiesen werden, muss es ein Impressum auf der Website geben, usw.

 

Ganz wichtig: Wenn Sie für Ihre Anmeldung ein double Opt-In Verfahren einsetzen (mit einem Bestätigungs-Mail), dann sollten Sie den Anmelde-Prozess unbedingt plakativ und leicht verständlich erklären! Denn im schlechtesten Fall hält der Anmelder das Bestätigungs-Mail für ein langweiliges Willkommens-Mail – und öffnet es nicht; doch dann ist seine Anmeldung  im Grunde wertlos!

 

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