Kein Newsletter-Versand über WhatsApp ab Dezember 2019

24.06.2019 - Michael Kornfeld

Unternehmen, die bislang über WhatsApp massenhaft Newsletter und andere Nachrichten verschickt haben, müssen sich einen Plan B einfallen lassen: Wie heise berichtete hat Facebook offiziell angekündigt, dass der Konzern ab 7. Dezember 2019 sowohl technisch als auch juristisch gegen Massen-Versender vorgehen wird.

 

Bis dato war der Versand von Newslettern über WhatsApp eigentlich eine Grauzone: Laut den Nutzungsbedingungen war er schon immer unzulässig, doch bislang tolerierte Facebook solche Massensendungen. Doch damit ist mit Jahresende Schluss.

 

Begründung: Kampf gegen Fake-News

Als offiziellen Grund gibt Facebook den Kampf gegen Fake-News an; WhatsApp werde zunehmend dafür missbraucht und dem wolle man nun einen Riegel vorschieben.

 

Allerdings könnte man natürlich ebenfalls annehmen, dass Facebook seine WhatsApp-Investition einfach intensiver monetarisieren möchte (personalisierte Werbung wurde ja bereits angekündigt).

 

Mit dieser neuen Richtlinie kann Facebook also einfach unterbinden, dass WhatsApp quasi «umsonst» für Werbung genutzt wird. Und will damit vermutlich einige Unternehmen in Richtung «WhatsApp Business» drängen.

 

Sperre von Accounts und Klagen möglich

Neben technischen Maßnahmen wie der Sperre von Accounts gibt Facebook an, auch juristisch gegen Massen-Versender vorgehen zu wollen – auch gegen jene, die «Dritte dabei unterstützen» (d.h. auf Deutsch: Dienstleister bzw. Agenturen).

 

Echte Alternativen gibt es keine. Es gibt zwar durchaus Alternativen zu WhatsApp (wie z.B. Signal oder Threema), doch all diese Anbieter verfügen entweder über keine brauchbare Verbreitung oder verbieten selber den Massenversand von Newslettern.

 

Fazit: Es werden nun wohl einige Unternehmen wieder verstärkt auf die gute alte E-Mail zurückgreifen.

 

 

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