Neues Google Ads Format: Responsive Suchanzeigen

24.07.2019 - Michael Kornfeld

Google bietet verschiedene Möglichkeiten, um Werbung zu schalten. Neben den Display-Ads und den YouTube-Ads erfreuen sich vor allem die Suchanzeigen größter Beliebtheit. Kein Wunder: Sie sind ja auch jene Anzeigen, mit denen Google Ads quasi groß geworden ist - und sie sind vor allem für kleine und mittlere Unternehmen ein einfaches und leistbarer Marketing-Instrument.

 

Um die Performance für die Werbetreibenden zu optimieren, bringt Google ständig neue Features heraus. Aktuell in der Beta-Phase: Responsive Suchanzeigen für Google Ads.

 

Was sind responsive Suchanzeigen?

Bei den responsiven Suchanzeigen handelt es sich um ein flexibles Format, bei dem die Texte ständig angepasst werden.Bei den responsiven Suchanzeigen handelt es sich um ein flexibles Format, bei dem die Texte ständig angepasst werden.

 

Optisch unterscheiden sie sich gar nicht von den normalen Textanzeigen. Es können aber mehrere Anzeigentitel und Beschreibungen hinterlegt werden, die dann in den verschiedenen Kombinationen ausgespielt werden.

 

Google Ads testet die verschiedenen Varianten und stellt dann fest, welche Kombination die besten Leistungen für die jeweiligen Suchanfragen erzielt.

 

Wie erstellt man responsive Suchanzeigen?

Im Google Ads Konto findet man die Funktion im Seitenmenü links unter „Anzeigen und Erweiterungen“. Einfach auf das Pluszeichen klicken und dann „Responsive Suchanzeige“ auswählen.

 

Danach erscheint die Eingabemaske – inkl. automatischer Vorschau der Anzeige auf der rechten Seite.

 

Nachdem man die finale URL und den angezeigten Pfad eingegeben hat, kann man sich bei den Anzeigentitel und Beschreibungen austoben:

 

  • Anzeigentitel: min. 3, max. 15
  • Beschreibungen: min. 2, max. 4

 

Nun erstellt Google damit mehrere Kombinationen für die Anzeige – und zwar ohne, dass sich ein Element wiederholt. Auch die Reihenfolge der unterschiedlichen Eingaben ist grundsätzlich nicht festgelegt. Wer möchte, dass ein bestimmter Text (egal ob Titel oder Beschreibung) immer wieder an einer bestimmten Stelle vorkommen soll, kann das Element einfach „anpinnen“.

 

Welche Vorteile bietet dieses Anzeigenformat?

Die Vorteile liegen auf der Hand: Erstens spart man sich viel Zeit beim Anlegen verschiedener Anzeigen, weil die sonst empfohlenen mehreren Varianten nun über eine einzige Eingabemaske erreicht werden können. Damit kann man das Testen verschiedener Anzeigen auch noch effizienter und strukturierter angehen.

 

Zweitens werden in Echtzeit für die verschiedenen Suchanfragen und Nutzer die bestmöglichen, optimalen Anzeigen geschaltet. Dadurch kann die Botschaft noch besser auf die Kunden ausgerichtet werden.

 

Und drittens nimmt man an mehr Auktionen teil – womit man nicht nur mehr potenzielle Kunden erreichen, sondern auch mehr Klicks und Conversions als mit bestehenden Textanzeigen erzielen kann.

 

Worauf sollte man in der Praxis achten?

Damit die responsiven Anzeigen, die gemixt und dem User ausgespielt werden, auch sinnvoll und erfolgreich sind, gilt es ein paar wichtige Tipps zu beachten (siehe auch webgorilla.ch):

 

  • Nutzen Sie alle Eingabemöglichkeiten und erstellen Sie so viele Anzeigentitel und Beschreibungen wie möglich. Nur so können entsprechend viele Kombinationen generiert und zu relevanten Suchanzeigen zusammengestellt werden.
  • Wichtig: Die verschiedenen Elemente sollten auch einzeln einen Sinn ergeben, da sie ja in beliebiger Reihenfolge erscheinen können!
  • Seien Sie aber auch kreativ beim Texten und stellen Sie grundverschiedene Inhalte – auch mit konkreten Vorteilen und Aufforderungen – zusammen.
  • Setzen Sie auch die Pin-Funktion gezielt ein, um bestimmte Botschaften fix transportieren zu können.
  • Solange die responsiven Suchanzeigen im Beta-Betrieb sind müssen noch mind. zwei erweiterte Textanzeigen enthalten sein.

 

Fazit: Mit den responsiven Suchanzeigen hat Google Ads eine spannende Funktion im Testbetrieb. Man erspart sich damit das herkömmliche, manuelle Testen verschiedener Varianten und erhöht dabei auch gleich die Reichweite – da man an mehr Auktionen teilnehmen kann.

 

Um wieviel sich die Performance aber wirklich im Gegensatz zu den bisherigen erweiterten Textanzeigen verbessert, bleibt noch abzuwarten.

 

Wenn man dem Branchenfunk glaubt (wie auch isemo.de berichtet), dann wird Google allerdings ohnehin die bisherigen erweiterten Textanzeigen abschaffen und gegen die responsiven Suchanzeigen ersetzen. Somit sollte jeder Werbetreibende sich mit der Umstellung der bestehenden Anzeigen in das neue Format besser früher als später auseinandersetzen.

 

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