Serie »Kaum bekannte Google-Perlen« 15: Google My Activity

15.03.2019 - Silke Mimlich

Einige Apps von Google kennt fast jedermann: Google Analytics, Google Mail oder Google Docs.

 

Doch es gibt einige nützliche Applikationen von Google, die teilweise recht unbekannt sind. Was schade ist, denn darunter befindet sich durchaus die eine oder andere Software-Perle!

 

Google folgt Usern auf Schritt und Tritt

Jeder, der Google verwendet, weiß, dass der Internet-Riese dabei auch eine Menge Daten und Informationen sammelt. Bei der Nutzung von Google-Diensten werden zum Beispiel auch die Aktivitäten im User-Konto gespeichert. Diese Aktivitäten sollen laut Google dabei helfen, die Services für den User noch schneller und nützlicher zu gestalten.

 

Um den Nutzern transparente Einblicke in die gespeicherten Informationen zu geben (und so vielleicht auch das Datenkraken-Image etwas positiver zu gestalten), hat Google eine Art Protokoll eingerichtet: Google My Activity.

 

Was Google alles über seine User weiß

Bei „My Activity“ können User Ihre Aktivitäten in den verschiedenen Services, Tools und Apps einsehen, die von Google erfasst werden. Sie werden überrascht sein, was Google dadurch alles über seine User – und daher vielleicht auch über Sie – weiß. Mit all diesen Daten lässt sich ein sehr genaues Profil erstellen.

 

Es werden alle Aktivitäten von Android, Bildersuche, Chrome, Google Analytics, Google My Business, Kalender, Maps, Suche, YouTube usw. genau aufgelistet. Was man genau unter „Meine Aktivitäten“ sieht, hängt nicht nur davon ab, welche Google-Dienste man nutzt – sondern auch davon, welche persönlichen Aktivitätseinstellungen man getroffen hat.

 

Aktivitäten suchen und ansehen

Man kann sich die aufgezeichneten Aktivitäten nach Tag und Uhrzeit (entweder gruppiert oder einzeln) ansehen. Über eine Suchleiste kann man mithilfe von Filtern auch nach bestimmen Aktivitäten suchen.

 

Aktivitäten verwalten und löschen

Über die Details zu den einzelnen Einträgen kann man ferner herausfinden, warum diese Aktivität gespeichert wird. Damit erhält man einen direkten Hinweis darauf, wo man die Erfassung gegebenenfalls auch deaktivieren kann.

 

Wer möchte, kann seine bisherigen Aktivitäten auch aus dem Konto löschen – entweder einzeln oder gesammelt. Dafür stellt Google hilfreiche Funktionen zur Verfügung: man kann nach Thema oder Produkt löschen oder nach Datum.

 

Hinweis: Es werden derzeit nicht alle im Konto gespeicherten Aktivitäten auch unter „Meine Aktivitäten“ angezeigt. Zum Beispiel wird der Standortverlauf (sofern aktiviert) bei der Google Maps-Zeitachse abgespeichert. Weitere Ausnahmen: Geräteinformationen, YouTube Bewertungen, Google Wortmeister, Anruf- und Nachrichteninformationen und mehr. Eine genaue Auflistung finden Sie unter „Andere Google Aktivitäten

 

Fazit: Wer wissen – und vor allem mitbestimmen – will, was Google über einen selbst so alles speichert, sollte sich gezielt damit auseinandersetzen und solche Aktivitäten-Tools aktiv nutzen. Wer seine Einstellungen bezüglich Datenschutz und Privatsphäre streng handhabt, sollte dann unter „My Activity“ nichts mehr sehen. Wer allerdings datenschutztechnisch auf Nummer sicher gehen will, sollte genau genommen Google gar nicht verwenden.

 

Google „Meine Aktivitäten“ aufrufen 

 

Seminar-Tipp: Sie wollen mehr solcher nützlichen Perlen für die tägliche Arbeit kennenlernen? In unserem Seminar "Die besten Google Tools in der Praxis" verraten wir Insider-Tricks und stellen weitere unglaublich praktische Google Applikationen vor!

 

 

P.S. Wir haben noch viele weitere Artikel zu solchen Google-Perlen geschrieben und für Sie übersichtlich auf einer Seite zusammengefasst. >>Die besten Google Tools auf einen Blick

 

 

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