Kennen wirklich nur Sie Ihr Passwort?

07.02.2019 - Michael Kornfeld

Wie derStandard und weitere Medien berichteten, sind wieder weitere Login-Daten im Netz gelandet.

 

Und zwar werden diese Daten nicht nur im «Dark Net» (dem «versteckten» Teil des Internets) gehandelt, sondern kursieren auch auf einschlägigen «normalen» Seiten.

 

Inzwischen sind Schätzungen von Heise zufolge mehr als 2 Milliarden (!) Konten von den neuen Datenleaks betroffen, d.h., dass zumindest E-Mail-Adresse und Passwort in einer Datensammlung abrufbar sind – manchmal auch noch weitere sensible Daten wie Bankdaten oder Kreditkarten-Informationen.

 

Daher die Frage: Sind Sie sicher, dass wirklich nur Sie Ihre Zugangsdaten kennen?

 

Sie können überprüfen, ob Sie betroffen sind

Das Hasso-Plattner-Institut in Deutschland hat die neuen Daten-Leaks bereits eingespielt. Dort können Sie also einfach überprüfen, ob Ihre E-Mail-Adressen in älteren oder den neuen Datenlecks enthalten sind. Das Ergebnis bekommen Sie innerhalb weniger Minuten per E-Mail zugesendet.

 

Zum Identity-Leak-Checker

 

Ein Vorteil des Identity-Leak-Checker ist, dass auch mitgeteilt wird, ob neben den Zugangsdaten auch weitere Daten «abhanden gekommen» sind, wie z.B. Kreditkarten-Informationen, Bankdaten oder Ihre Telefonnummer.

 

Ich bin betroffen. Und was jetzt?

Wenn es eine Übereinstimmung gibt, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass Ihre aktuelle Login-Kombination kompromittiert wurde! Es bedeutet «nur», dass es für Ihre E-Mail-Adresse ein Datenleck mit Ihrem Passwort gab – es kann aber auch ein altes Passwort sein, das Sie schon lange nicht mehr verwenden.

 

Wenn Sie aber Ihr Passwort schon lange nicht mehr geändert haben (oder noch nie), dann sollten Sie das unbedingt zeitnah tun.

 

Das beliebteste Passwort ist noch immer «123456»

Beim Hasso-Plattner-Institut gibt es auch ein paar interessante Statistiken. So ist das häufigste Passwort (aus den gestohlenen Datensätzen) noch immer «123456», gefolgt von «123456789» und «111111» - Unglaublich, aber wahr!

 

Tipp: Übrigens gibt es auch kostenlose Sicherheitskurse auf der IT-Lernplattform openHPI. Aktuell wird u.a. eine Schulung zum Thema «Datensicherheit im Netz» oder «Sicher per E-Mail kommunizieren» angeboten.

 

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